Wohnraum verteidigen!
Die Häuservernetzung Winterthur ist ein Zusammenschluss von Bewohner:innen besetzter und selbstverwalteter Häuser, antikapitalistischen Gruppen und Einzelpersonen. Gemeinsam kämpfen wir gegen die kapitalistische Stadtaufwertung und für den Erhalt von günstigem Wohnraum.
Wir bewohnen und unterhalten die selbstverwalteten Häuser seit vielen Jahren (das älteste seit 1997, das jüngste seit 2011) mit eigener Arbeit und auf eigene Kosten. Es sind unsere Zuhause und vielfältiger Wohn- und Kulturraum für viele.
Kontakt: haeuservernetzung-winti(aet)riseup.net

Die Wohnkrise, der Abrisswahn, die Vertreibung der Armen aus den Städten, die drohenden Räumungen besetzter Häuser und Wagenplätze, es gibt 1000 Gründe, um sich zu organisieren und zu kämpfen.
Alle zur Vortreffpunkt am Samstag, 30.5. auf dem Kirchplatz in Winterthur um 12:30 Uhr
Danach gemeinsam nach Zürich an die grosse Wohndemo mit dem 13:22-Zug.
Hier der Aufruf von wohndemo.ch:
Geht man an einem wunderschönen Samstagnachmittag durch die Strassen Zürichs, sticht einem vor allem eins ins Auge: Egal in welchem Quartier, ob in Witikon oder Schwamendingen, ob im Kreis drei oder vier, überall wird abgerissen und luxussaniert. Überall wird, was einst für Leute ein Zuhause war, zu einem reinen Objekt der Rendite und Spekulation.
Massenkündigungen erfolgen bereits im Wochentakt, preisgünstiger Wohnraum gibt es fast keinen mehr und dafür stehen jene frisch gebauten Luxuswohnungen leer. Tausende Menschen sind davon betroffen und werden gezwungen, ihr Quartier zu verlassen. Auch in der Agglomeration steigt der Druck auf Wohnraum wegen dieser Verdrängung.
Unser Zuhause – ihr Gewinn.
Unsere Wohnungen sind Spekulationsobjekte. Mieten bringen sichere Rendite. Davon profitieren vor allem Banken, Versicherungen, Pensionskassen, reiche Familienunternehmen, Briefkastenfirmen und Grosskonzerne. Die Rechte und Bedürfnisse von Mieter:innen sind ihnen egal.
Und was macht die Politik?
Die bürgerliche Immobilien-Lobby verteidigt Profit und Eigentum und verschärft die Wohnkrise mit Angriffen auf das Mietrecht, Erhöhungen der Renditen und weiteren Luxus-Bau-Offensiven. Die parlamentarische Linke hat das Problem sehr lange
verschlafen, Grundstück für Grundstück wird überrissen teuer verkauft und dagegen gibt es höchstens Pflästerlipolitik.
Das ändern wir jetzt!
In vielen Nachbarschaften wächst der Widerstand gegen Leerkündigungen, Verdrängung und explodierende Mieten. Organisieren wir uns, vernetzen wir uns!
Wehren wir uns und tragen unsere Stimmen laut und gemeinsam an der Wohndemo am 30. Mai 2026 auf die Strasse.Für eine Stadt, die den Menschen gehört, nicht dem Profit!
Wohnraum darf keine Ware sein!
Grosse Wohndemo gegen eine Stadt der Reichen!
Samstag, 30. Mai 2026
14 Uhr, Hardplatz, ZürichBewilligung wird eingereicht.

Communiqué des Antikapitalistischen Bündnis Winterthur:
Revolutionärer Block an der 1. Mai Demo in Winterthur
An diesem 1. Mai, dem international Kampftag der Arbeiter:innenklasse, nahmen wir uns mit rund 800 Leute die Strassen von Winterthur. Unter der Parole «Internationale Solidarität statt Krieg und Vertreibung», schloss sich ein grosser Teil dem revolutionären Block an. Denn in den Kriegen dieser Welt hat die Arbeiter:innen-Klasse nichts zu gewinnen.
Nach der gemeinsamen Besammlung auf den Neumarkt, haben wir selbstbestimmt die Route erweitert. Die von den Bullen zusammengestutzte Route war für uns keine Option, denn wir bestimmen, welche Orte wir bei der Demo besuchen wollen.
Wir sind solidarisch mit dem Kampf um die Gisi und haben deshalb diesen Ort der Selbstverwaltung besucht. Doch der Kampf um die Gisi weist weit darüber hinaus. So steht dieser Kampf doch exemplarisch für eine Bewegung von unten und für den Bruch mit den herrschenden Verhältnissen. Auf einem grossen Transparent prangte «Lokal und Global: Gemeinsam gegen Krieg, Vertreibung und Kapitalismus».
Auf der Kreuzung der Technikumstrasse sind die beiden Teile der Demo wieder zusammengetroffen. Gemeinsam wurde dort der Kapitalismus, die Barbarei und alle anderen Dinge, die uns unterdrücken und spalten, symbolisch verbrannt. Aus der Asche hervor erschien ein glühender roter Stern, der eine Perspektive fernab von Unterdrückung und Ausbeutung weisen soll.
Wir werden uns auch nicht in Zukunft von den Bullen vorschreiben lassen, wo wir uns zu bewegen haben. Dieser kämpferische Tag hat uns gezeigt, dass wir vereint und gestärkt unseren Willen durchsetzen können. Organisieren wir uns, denn nur gemeinsam sind wir stark.
Antikapitalistisches Bündnis Winterthur, 1. Mai 2026





Kommt zur Veranstaltung, die das Antikapitalistische Bündnis organisiert:


Am 12. März haben wir die über 5100 Unterschriften der Campax-Petition für den Erhalt der Gisi – einem der ältesten besetzten Häuser der Schweiz und über 60 Unterzeichnungen von Organisationen des offenen Briefes für den Erhalt aller selbstverwalteten Häuser und Wagenplätze in Winterthur den Verantwortlichen übergeben.
Die SKKG war schnell und schickte uns eine nichtssagende Antwort. Sie verweigern nach wie vor jegliche Verhandlungen.
Die Stadt Winterthur schweigt bisher zu unseren Schreiben.
Wir haben auf das Schreiben der SKKG geantwortet. Unsere Antwort findet ihr hier.
Seither warten wir auf eine ernstzunehmende Antwort, die tatsächlich auf die Forderungen von über 5100 Leuten und über 60 Organisationen eingeht.
Gisi bleibt! Wir bleiben alle!
Am 27. März trafen wir uns im Rahmen der internationalen Housing Action Days in der Steinberggasse für eine Platz-Vokü.

Mit dieser Aktion haben wir auf die grassierende Wohnungsnot in Winterthur aufmerksam gemacht. Trotz kaltem und regnerischem Wetter, waren wir um die 50 Personen.
Die Redebeiträge informierten unter anderem über die akut räumungsbedrohte Gisi an der General-Guisan-Strasse 31, welche die SKKG noch dieses Frühjahr polizeilich räumen lassen will-trotz einer Petition mit über 5000 Unterschriften und einem offenen Brief, der von 60 Organisationen unterschrieben wurde. Die Bewohner:innen und die Nutzer:innen des Kulturraums sollen auf die Strasse gestellt werden. Den Häusern an der Zürcherstrasse 117 und der Schaffhauserstrasse 62 droht ein ähnliches Schicksal. Wir werden der Zerstörung von günstigem Wohn- und Kulturraum nicht tatenlos zusehen und sind nach wie vor bereit mit der SKKG über die Häuser zu verhandeln.
In einem anderen Redebeitrag wurde zum revolutionären 1. Mai aufgerufen. Unter der Parole Internationale Solidarität statt Krieg und Vertreibung ruft das antikapitalistische Bündnis dazu auf, sich auch dieses Jahr die Strasse zu nehmen.
Ebenfalls gab es einen Redebeitrag zum andauernden Arbeitskampf der Busfahrer:innen von Stadtbus Winterthur, welche nach wie vor für gerechtere Arbeitsbedingungen kämpfen. Wir stellen uns solidarisch an ihre Seite und wünschen ihnen Kraft und Entschlossenheit für die kommenden Verhandlungen.
Alle zusammen heraus zum 1. Mai, 10:30 Uhr, Steinberggasse.
Und danach, alle zusammen an die grosse Wohndemo in Zürich,
am Samstag, 30. Mai





Am 13. März 2026 veröffentlichte der «Tages-Anzeiger» zunächst online und einen Tag später gedruckt im «Landboten» (14. März 2026, Seite 1 und 6) einen vom Leiter der Stadtredaktion Till Hirsekorn geschriebenen Artikel.
Der Grund für den Artikel: Über 5000 Personen haben unsere Petition und über 60 Organisationen unseren offenen Brief gegen die von der Immo-Stiftung SKKG beabsichtige gewaltsame Räumung der selbstverwalteten General-Guisan-Strasse 31 und den anderen Häusern und Wagenplätze unterschrieben.
Der «Landbote»-Artikel enthält derart viele Fehler, Auslassungen und Unterstellungen, dass wir folgende Stellungnahme für notwendig erachten.
Wieso das plötzliche Interesse? Aus einem einfachen Grund: Die SKKG benutzt – pietätlos, wie wir finden -, die Brandkatastrophe von Crans-Montana mit ihren zahlreichen Toten als Vorwand, die Räumung der Liegenschaft zu rechtfertigen. Immer wieder zaubert die SKKG neue Gründe aus dem Ärmel, weshalb eine Nutzung der General-Guisan-Strasse 31 im Baurecht angeblich nicht möglich sein soll. Mal ist es die Statik, mal der Brandschutz, dann die Lärmemissionen, oder – ganz neu – der Denkmalschutz. Das sind Themen, die den Bewohner:innen und Benutzer:innen der Gisi selbstverständlich am Herzen liegen. Bei einer langfristig sichergestellte Nutzung können sämtliche Anforderungen, auch jene der Feuerpolizei, problemlos erfüllt werden.
Um bestehende Probleme mit der Liegenschaft zu lösen, braucht es keine Räumung. Die von der SKKG vorgebrachten Gründe sind vorgeschoben. Die Immo-Stiftung möchte inmitten der grossen Wohnkrise die General-Guisan-Strasse 31 mit fünf Millionen Franken luxussanieren, um hohe Mieterträge zu erzielen. Dafür – und nur dafür – sollen die Bewohner:innen und Benutzer:innen auf die Strasse gesetzt werden.
So viele Fehler, Auslassungen und Unterstellungen in einem einzigen Artikel.
Wir fragen uns: weshalb?
Weshalb macht der «Landbote» und der Leiter der Stadtredaktion Till Hirsekorn Stimmung gegen Betroffene, die sich für den Erhalt des günstigen Wohn- und Kulturraums in Winterthur einsetzen?
Häuservernetzung Winterthur


Wir grüssen die Busfahrer:innen im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.
Ihr bringt uns täglich in die Schule, zur Arbeit, zu Freund:innen, an Sitzungen. Während unsere Lebenskosten steigen, während wir Jahr für Jahr mehr für Mieten, Krankenkassenprämien und Lebensmittel bezahlen, stagnieren unsere Löhne. Euer entschlossener Arbeitskampf ist inspirierend und gibt uns Kraft. Wir stehen solidarisch an eurer Seite.
