Häuservernetzung Winterthur

Wohnraum verteidigen!

  • Communinqué zur Wohndemo vom 30. Mai 2026


    Letzten Samstag, am 30. Mai 2026, fand in Zürich erneut eine grosse Wohndemo statt. Tausende von Menschen nahmen sich die Strasse um gegen die Wohnungsnot zu protestieren – trotz Hitze ein neuer Rekord.

    Zum Auftakt der Demo in Zürich besammelten sich in Winterthur bereits um 12:30 Uhr ca. 60 Menschen. Nach einer Rede von der Häuservernetzung zur räumungsbedrohten Gisi, zogen die Demonstrierenden mit Fahnen, Transpis und Parolen durch die Altstadt um schliesslich gemeinsam nach Zürich an die Wohndemo zu fahren.

    Die Stimmung in Zürich war trotz brütender Hitze kämpferisch und ausgelassen. Entlang der Demoroute, vom Hardplatz über die Hardbrücke und Limmatstrasse mitten durch ein Herzstück der Verdrängungsquartiere, gab es zehn verschiedene Reden aus verschiedenen Perspektiven von Organisationen, Kollektiven und aus betroffenen Quartieren.

    Dass sich so viele unterschiedliche Menschen gemeinsam die Strasse nehmen, zeigt, dass die Wohnungsnot längst den Grossteil der Bevölkerung betrifft. Massenkündigungen erfolgen in Zürich im Wochentakt und auch in Winterthur wird saniert und überbaut, was das Zeug hält.

    Viele Häuser sind zu «langfristigen Anlageobjekten» geworden, Mieten zu «sicheren Renditen». Die kapitalistische Logik, die die Wohnkrise verursacht, wird von der bürgerlichen Politik hofiert. Die Interessen der Reichen und des Kapitals werden über Grundbedürfnisse gestellt. Doch dagegen wächst immer mehr Widerstand. Die Wohndemo hat einmal mehr gezeigt, dass wir viele sind und dass wir stärker sind, wenn wir gemeinsam die Stimme erheben.

  • Alle gemeinsam an die grosse Wohndemo!

    Zuerst in Winti – dann zusammen uf Tsüri am 30. Mai … chömed, chömed, chömed!

    Die Wohnkrise, der Abrisswahn, die Vertreibung der Armen aus den Städten, die drohenden Räumungen besetzter Häuser und Wagenplätze, es gibt 1000 Gründe, um sich zu organisieren und zu kämpfen.

    Alle zur Vortreffpunkt am Samstag, 30.5. auf dem Kirchplatz in Winterthur um 12:30 Uhr
    Danach gemeinsam nach Zürich an die grosse Wohndemo mit dem 13:22-Zug.

    Hier der Aufruf von wohndemo.ch:

    Geht man an einem wunderschönen Samstagnachmittag durch die Strassen ­Zürichs, sticht einem vor allem eins ins Auge: Egal in welchem Quartier, ob in Witikon oder Schwamendingen, ob im Kreis drei oder vier, überall wird abgerissen und luxus­saniert. Überall wird, was einst für Leute ein Zuhause war, zu einem reinen Objekt der Rendite und Spekulation.

    Massenkündigungen erfolgen bereits im Wochentakt, preisgünstiger Wohnraum gibt es fast keinen mehr und dafür stehen jene frisch gebauten Luxuswohnungen leer. Tausende Menschen sind davon betroffen und werden gezwungen, ihr Quartier zu verlassen. Auch in der Agglomeration steigt der Druck auf Wohnraum wegen dieser Verdrängung.


    Unser Zuhause – ihr Gewinn.

    Unsere Wohnungen sind Spekulationsobjekte. Mieten bringen sichere Rendite. ­Davon profitieren vor allem Banken, Versicherungen, Pensionskassen, reiche Familien­unternehmen, Briefkastenfirmen und Grosskonzerne. Die Rechte und Bedürfnisse von Mieter:innen sind ihnen egal.


    Und was macht die Politik?

    Die bürgerliche Immobilien-Lobby verteidigt Profit und Eigentum und verschärft die Wohnkrise mit Angriffen auf das Mietrecht, Erhöhungen der Renditen und weiteren Luxus-Bau-Offensiven. Die parlamentarische Linke hat das Problem sehr lange
    verschlafen, Grundstück für Grundstück wird überrissen teuer verkauft und dagegen gibt es höchstens Pflästerlipolitik.


    Das ändern wir jetzt!

    In vielen Nachbarschaften wächst der Widerstand gegen Leerkündigungen, Ver­drängung und explodierende Mieten. Organisieren wir uns, vernetzen wir uns!
    Wehren wir uns und tragen unsere Stimmen laut und gemeinsam an der Wohndemo am 30. Mai 2026 auf die Strasse.

    Für eine Stadt, die den Menschen gehört, nicht dem Profit!

    Wohnraum darf keine Ware sein!


    Grosse Wohndemo gegen eine Stadt der Reichen!

    Samstag, 30. Mai 2026
    14 Uhr, Hardplatz, Zürich

    Bewilligung wird eingereicht.