Häuservernetzung Winterthur

Wohnraum verteidigen!

  • Alle gemeinsam an die grosse Wohndemo!

    Zuerst in Winti – dann zusammen uf Tsüri am 30. Mai … chömed, chömed, chömed!

    Die Wohnkrise, der Abrisswahn, die Vertreibung der Armen aus den Städten, die drohenden Räumungen besetzter Häuser und Wagenplätze, es gibt 1000 Gründe, um sich zu organisieren und zu kämpfen.

    Alle zur Vortreffpunkt am Samstag, 30.5. auf dem Kirchplatz in Winterthur um 12:30 Uhr
    Danach gemeinsam nach Zürich an die grosse Wohndemo mit dem 13:22-Zug.

    Geht man an einem wunderschönen Samstagnachmittag durch die Strassen ­Zürichs, sticht einem vor allem eins ins Auge: Egal in welchem Quartier, ob in Witikon oder Schwamendingen, ob im Kreis drei oder vier, überall wird abgerissen und luxus­saniert. Überall wird, was einst für Leute ein Zuhause war, zu einem reinen Objekt der Rendite und Spekulation.

    Hier der Aufruf von wohndemo.ch:

    Massenkündigungen erfolgen bereits im Wochentakt, preisgünstiger Wohnraum gibt es fast keinen mehr und dafür stehen jene frisch gebauten Luxuswohnungen leer. Tausende Menschen sind davon betroffen und werden gezwungen, ihr Quartier zu verlassen. Auch in der Agglomeration steigt der Druck auf Wohnraum wegen dieser Verdrängung.

    Unser Zuhause – ihr Gewinn.

    Unsere Wohnungen sind Spekulationsobjekte. Mieten bringen sichere Rendite. ­Davon profitieren vor allem Banken, Versicherungen, Pensionskassen, reiche Familien­unternehmen, Briefkastenfirmen und Grosskonzerne. Die Rechte und Bedürfnisse von Mieter:innen sind ihnen egal.

    Und was macht die Politik?

    Die bürgerliche Immobilien-Lobby verteidigt Profit und Eigentum und verschärft die Wohnkrise mit Angriffen auf das Mietrecht, Erhöhungen der Renditen und weiteren Luxus-Bau-Offensiven. Die parlamentarische Linke hat das Problem sehr lange
    verschlafen, Grundstück für Grundstück wird überrissen teuer verkauft und dagegen gibt es höchstens Pflästerlipolitik.

    Das ändern wir jetzt!

    In vielen Nachbarschaften wächst der Widerstand gegen Leerkündigungen, Ver­drängung und explodierende Mieten. Organisieren wir uns, vernetzen wir uns!
    Wehren wir uns und tragen unsere Stimmen laut und gemeinsam an der Wohndemo am 30. Mai 2026 auf die Strasse.

    Für eine Stadt, die den Menschen gehört, nicht dem Profit!

    Wohnraum darf keine Ware sein!
    Grosse Wohndemo gegen eine Stadt der Reichen!
    Samstag, 30. Mai 2026
    14 Uhr, Hardplatz, Zürich

    Bewilligung wird eingereicht.

  • Medienmitteilung zur 1. Mai-Demo in Winterthur

    Communiqué des Antikapitalistischen Bündnis Winterthur:
    Revolutionärer Block an der 1. Mai Demo in Winterthur

    An diesem 1. Mai, dem international Kampftag der Arbeiter:innenklasse, nahmen wir uns mit rund 800 Leute die Strassen von Winterthur. Unter der Parole «Internationale Solidarität statt Krieg und Vertreibung», schloss sich ein grosser Teil dem revolutionären Block an. Denn in den Kriegen dieser Welt hat die Arbeiter:innen-Klasse nichts zu gewinnen.

    Nach der gemeinsamen Besammlung auf den Neumarkt, haben wir selbstbestimmt die Route erweitert. Die von den Bullen zusammengestutzte Route war für uns keine Option, denn wir bestimmen, welche Orte wir bei der Demo besuchen wollen.

    Wir sind solidarisch mit dem Kampf um die Gisi und haben deshalb diesen Ort der Selbstverwaltung besucht. Doch der Kampf um die Gisi weist weit darüber hinaus. So steht dieser Kampf doch exemplarisch für eine Bewegung von unten und für den Bruch mit den herrschenden Verhältnissen. Auf einem grossen Transparent prangte «Lokal und Global: Gemeinsam gegen Krieg, Vertreibung und Kapitalismus».

    Auf der Kreuzung der Technikumstrasse sind die beiden Teile der Demo wieder zusammengetroffen. Gemeinsam wurde dort der Kapitalismus, die Barbarei und alle anderen Dinge, die uns unterdrücken und spalten, symbolisch verbrannt. Aus der Asche hervor erschien ein glühender roter Stern, der eine Perspektive fernab von Unterdrückung und Ausbeutung weisen soll.

    Wir werden uns auch nicht in Zukunft von den Bullen vorschreiben lassen, wo wir uns zu bewegen haben. Dieser kämpferische Tag hat uns gezeigt, dass wir vereint und gestärkt unseren Willen durchsetzen können. Organisieren wir uns, denn nur gemeinsam sind wir stark.

    Antikapitalistisches Bündnis Winterthur, 1. Mai 2026

    Kommt zur Veranstaltung, die das Antikapitalistische Bündnis organisiert:

  • Was seither geschah…

    Am 12. März haben wir die über 5100 Unterschriften der Campax-Petition für den Erhalt der Gisi – einem der ältesten besetzten Häuser der Schweiz und über 60 Unterzeichnungen von Organisationen des offenen Briefes für den Erhalt aller selbstverwalteten Häuser und Wagenplätze in Winterthur den Verantwortlichen übergeben.

    Die SKKG war schnell und schickte uns eine nichtssagende Antwort. Sie verweigern nach wie vor jegliche Verhandlungen.

    Die Stadt Winterthur schweigt bisher zu unseren Schreiben.

    Wir haben auf das Schreiben der SKKG geantwortet. Unsere Antwort findet ihr hier.

    Seither warten wir auf eine ernstzunehmende Antwort, die tatsächlich auf die Forderungen von über 5100 Leuten und über 60 Organisationen eingeht.

    Gisi bleibt! Wir bleiben alle!

  • Stellungnahme der Häuservernetzung Winterthur zum «Landbote»-Artikel vom 14. März 2026

    Am 13. März 2026 veröffentlichte der «Tages-Anzeiger» zunächst online und einen Tag später gedruckt im «Landboten» (14. März 2026, Seite 1 und 6) einen vom Leiter der Stadtredaktion Till Hirsekorn geschriebenen Artikel.

    Der Grund für den Artikel: Über 5000 Personen haben unsere Petition und über 60 Organisationen unseren offenen Brief gegen die von der Immo-Stiftung SKKG beabsichtige gewaltsame Räumung der selbstverwalteten General-Guisan-Strasse 31 und den anderen Häusern und Wagenplätze unterschrieben.

    Der «Landbote»-Artikel enthält derart viele Fehler, Auslassungen und Unterstellungen, dass wir folgende Stellungnahme für notwendig erachten.

    1. Der Titel auf der Frontseite des «Landboten» vom 14. März 2026 lautet nicht: «Über 5000 Unterschriften gegen die Räumung der Gisi». Die Zeitung titelt stattdessen: «Feuerpolizei verbietet Partys im besetzten Haus Gisi». Nur: Das stimmt nicht. Korrekt ist: Die Feuerpolizei hat keine Veranstaltungen verboten. Sie hat lediglich die Anzahl der Personen, die sich im Erdgeschoss der General-Guisan-Strasse 31 aufhalten dürfen, auf 20 beschränkt, solange keine zusätzlichen Massnahmen getroffen werden.
    2. Hirsekorn behauptet, die Feuerpolizei habe unangemeldet die General-Guisan-Strasse 31 kontrolliert. Das stimmt nicht. Korrekt ist: Sie hatte zuvor einen Termin vereinbart.
    3. Hirsekorn behauptet, aufgrund der Kontrolle durch die Feuerpolizei finde regelmässige Gisi-Bar im Sommer nicht statt. Das stimmt nicht. Korrekt ist: Seit Sommer 2024, also bald zwei Jahren, findet die Gisi-Bar nicht mehr statt – so steht es auf der Homepage. Mit der Feuerpolizei hat das nichts zu tun.
    4. Hirsekorn behauptet, im Bericht der Feuerpolizei stehe, die bei der General-Guisan-Strasse 31 bestehenden Mängel betreffend Brandschutz seien nur durch eine Totalsanierung behebbar. Das stimmt nicht. Korrekt ist: Im Bericht findet sich die Aussage, eine Totalsanierung sei dafür nötig, nicht.
    5. Hirsekorn behauptet, die Kontrolle der Feuerpolizei sei im Nachgang der Brandkatastrophe von Crans-Montanta erfolgt. Das ist irreführend. Denn Hirsekorn verschweigt, dass sich die SKKG und ihre Verwaltungsfirma Terresta in den letzten 29 Jahren nie für die Sicherheit der Bewohner:innen und Benutzer:innen des Wohn- und Kulturhauses an der General-Guisan-Strasse 31 interessiert hat.

    Wieso das plötzliche Interesse? Aus einem einfachen Grund: Die SKKG benutzt – pietätlos, wie wir finden -, die Brandkatastrophe von Crans-Montana mit ihren zahlreichen Toten als Vorwand, die Räumung der Liegenschaft zu rechtfertigen. Immer wieder zaubert die SKKG neue Gründe aus dem Ärmel, weshalb eine Nutzung der General-Guisan-Strasse 31 im Baurecht angeblich nicht möglich sein soll. Mal ist es die Statik, mal der Brandschutz, dann die Lärmemissionen, oder – ganz neu – der Denkmalschutz. Das sind Themen, die den Bewohner:innen und Benutzer:innen der Gisi selbstverständlich am Herzen liegen. Bei einer langfristig sichergestellte Nutzung können sämtliche Anforderungen, auch jene der Feuerpolizei, problemlos erfüllt werden.

    Um bestehende Probleme mit der Liegenschaft zu lösen, braucht es keine Räumung. Die von der SKKG vorgebrachten Gründe sind vorgeschoben. Die Immo-Stiftung möchte inmitten der grossen Wohnkrise die General-Guisan-Strasse 31 mit fünf Millionen Franken luxussanieren, um hohe Mieterträge zu erzielen. Dafür – und nur dafür – sollen die Bewohner:innen und Benutzer:innen auf die Strasse gesetzt werden.

    1. Hirsekorn behauptet, die General-Guisan-Strasse 31 sei vor 26 Jahren, also 2000, besetzt worden. Das stimmt nicht. Korrekt ist: Die Besetzung fand vor 29 Jahren, im Januar 1997, statt. Seither ist die Gisi ein vom Eigentümer geduldeter und von vielen Leuten geliebter und benötigter günstiger Wohn- und Kulturraum.
    2. Hirsekorn behauptet, 50 Personen hätten am 12. März 2026 am SKKG-Sitz eine Petition und einen offenen Brief für den Erhalt der selbstverwalteten Stefanini-Häuser übergeben und seien nach 20 Minuten abgezogen. Das stimmt nicht. Korrekt ist: Wir waren 80 Personen und blieben 45 Minuten im Foyer des Sulzer-Hochhauses, weil wir auf die SKKG-Direktorin Bettina Stefanini und den SKKG-Präsidenten Thomas Meier warteten. Die beiden weigerten sich allerdings, die Petition und den Brief anzunehmen.
    3. Hirsekorn schreibt, der Werbechef der Terresta Ariel Leuenberger habe ihm mittgeteilt, Bettina Stefanini könne die Petition deshalb nicht annehmen, weil die Polizei ihr davon abgeraten habe. Es sei zu gefährlich. Indem er diese lächerliche Behauptung kommentarlos abdruckt, übernimmt der «Landbote» nicht nur das Narrativ der Werbeabteilung der Terresta. Er macht zugleich Stimmung gegen unseren legitimen Protest. Auf unsere Einladung hin war Hirsekorn vor Ort und weiss: Zu keinem Zeitpunkt bestand für irgend jemanden eine Gefahr. Deshalb gab es auch kein Polizeiaufgebot; es war keines nötig. Bloss zwei Protectas-Angestellte standen gelangweilt herum (von denen der eine sexistisch ausfällig wurde).

    So viele Fehler, Auslassungen und Unterstellungen in einem einzigen Artikel.

    Wir fragen uns: weshalb?

    Weshalb macht der «Landbote» und der Leiter der Stadtredaktion Till Hirsekorn Stimmung gegen Betroffene, die sich für den Erhalt des günstigen Wohn- und Kulturraums in Winterthur einsetzen?

    Häuservernetzung Winterthur

    1. März 2026
  • «Wir werden die Häuser und Plätze nicht kampflos hergeben!» Vorwärts-Artikel vom 17. März 2026 zur Petitionsübergabe (S.3)

    «Wir werden die Häuser und Plätze nicht kampflos hergeben!»
    sit. Über 5000 Personen und 60 Organisationen unterzeichneten die Petition und den offenen Brief, mit denen der Erhalt der besetzten Stafanini-Häuser und die Wagenplätze in Winterthur gefordert wird. Sie sind akut von einer polizeilichen
    Räumung bedroht.


    «Heute Donnerstag, 12.März 2026, versammelten wir uns um 14 Uhr mit über 80 Personen vor dem Sulzer-Hochhaus, dem Sitz der steuerbefreiten, milliardenschwe-
    ren Immo-Stiftung SKKG», ist in der Medienmitteilung der Häuservernetzung Winterthur zu lesen. Und: «Wir überbrachten der SKKG eine Petition mit über 5000 Unterschriften und einem von über 60 Organisationen unterzeichneten offenen Brief.» Zu den Unterzeichner:innen gehörten auch der vorwärts und die Partei der Arbeit Zürich. Die Petition und der Brief fordern den Erhalt mehrerer Stefanini-Häuser und der Wagenplätze in Winterthur, die zeitnah geräumt werden sollen.

    Kämpferische Stimmung
    Das Ziel der Petition und des offenen Briefes an die SKKG und den Stadtrat bestehe darin, die Verantwortlichen der Zerstörung von günstigem Wohnraum und
    der Vertreibung von Leuten mit wenig Geld zu konfrontieren. «Wir fordern sie zu ernsthaften Verhandlungen mit den Betroffenen auf», schreiben die Aktivist:innen.
    Geplant war, die Unterschriften und das Schreiben der SKKG-Direktorin Bettina Stefanini und dem Präsidenten des SKKG-Stiftungsrats Thomas Meier zu überreichen – was so auch frühzeitig beiden mitgeteilt wurde. Doch Stefanini und Meier weigerten sich. Stattdessen schickten sie den Werbechef der Verwaltungsfirma Terresta, Ariel Leuenberger. Und dieser weigerte sich wiederum, Stefanini oder Meier anzurufen. «Darum blieben wir lautstark während gut 45 Minuten im Foyer des Sulzer-Hochhauses mit Musik, Kaffee, Reden, Transparenten und Gesang», wird in der Medienmitteilung informiert. Und Sandra, eine von der Räumung bedrohte Anwesende, ergänzt: «Die Stimmung war sehr kämpferisch und stabil.»


    Die politischen Handlanger
    Der nächste Besuch der Aktivist:innen galt dem sogenannten «Superblock», dem Sitz der Stadtverwaltung. Denn die Stadt Winterthur ist mit ihrer neoliberalen
    Wohnpolitik Teil des Problems. In der Tat: «Der Stadtrat hat vor, die Wagenplätze in Töss und am Schützenweiher zu räumen. Sie weigert sich, mit den betroffenen
    Bewohner:innen eine Lösung zu finden», informiert die Häuservernetzung Winterthur weiter in der Medienmitteilung. Die unsoziale Politik des Stadtrats zeige sich auch in der «geplanten Vertreibung der über 40 Dauercamper:innen des Campingplatzes am Schützenweiher, wo stattdessen die «Autolobby TCS ein 4-Stern-Glamping betreiben soll». Auf den Punkt gebracht: Der Stadtrat macht sich zum Handlanger der SKKG, wenn er die angekündigten Räumungen polizeilich durchsetzen will – und so billigen Wohnraum zerstört.
    Der zuständige SP-Stadtrat Kaspar Bopp hatte nicht die Grösse, die Unterschriften und den offenen Brief entgegenzunehmen – was seine Rolle als politischer
    Handlanger nur unterstreicht. «Damit macht er sich unglaubwürdig, weil er doch stets behauptet, er setze sich für den Erhalt von günstigem Wohnraum ein», bringen es die Aktivist:innen bestens auf den Punkt. «Offensichtlich sind wir ihm als Betroffene der städtischen Vertreibungspolitik egal», so Egon, ein Bewohner des Wagenplatz Mumpitz. Die Unterschriften der Petition, sowie der offene Brief wurden dem Stadtschreiber übergeben.


    Weiterer Widerstand angekündigt
    Seit mehreren Jahren kämpfen die Aktivist:innen in der Eulachstadt um den Erhalt der selbstverwalteten Stefanini-Häuser und der Wagenplätze in Winterthur.
    Diese Orte sind günstiger, selbstverwalteter Wohnraum und unkommerzieller, linker Kultur- und Versammlungsraum für sehr viele Leute. «Sie sind Teil der Kultur und Geschichte dieser Stadt. Die Räumungs- und Abrisspläne der SKKG und des Stadtrats treffen viele Leute in ihrer Existenz. Und dies mitten in der schwersten Wohnkrise seit Jahrzehnten», hält die Medienmitteilung fest.
    Die Verantwortlichen bei SKKG und der Stadt haben auf konstruktive Vorschläge und Verhandlungsangebote der Betroffenen nicht reagiert. Nicht nur das: Trotz eines
    laufenden juristischen Verfahrens wurde die polizeiliche Räumung der Gisi, des ältesten besetzten Hauses der Schweiz an der General-Guisanstrasse 31, für das Frühjahr 2026 angekündigt. Zwei weitere Stefanini-Häuser sollen 2027 polizeilich geräumt werden. «Dagegen wehren wir uns mit allen Mitteln», erklären die Aktivist:innen. Sie erwarten eine öffentliche Stellungnahme der SKKG
    und des Stadtrats zur Petition und dem offenen Brief innerhalb eines Monats. Zum Schluss wird festgehalten: «Egal, wie diese ausfällt: Wir werden die Häuser und Plätze nicht kampflos hergeben! Wir werden nicht tatenlos der Zerstörung unseres Zuhauses zusehen.»

    Danke Vorwärts

  • Housing Action Days 2026 – Vom 23. bis 29. März stehen wir gemeinsam auf! Kommt am 27. März zum Essen auf die Steibi

    Wir treffen uns einmal mehr auf der Strasse, um gegen Wohnungsnot, Gentrifizierung, Räumungen und Verdrängung zu protestieren. Diesmal zum Anlass der internationalen Housing Action Days.

    Chum au!

    Freitag, 27. März 2026 Steinberggasse Winterthur

    Es gibt Essen, Getränke, Reden, Musik, Transparente & Protest. Wir freuen uns, wenn ihr auch kommt!

    Für eine andere Stadt! Kein Profit mit Wohnraum! Gisi bleibt! Wir bleiben alle!

    Hier der Aufruf der European Action Coalition:

    Das Jahr begann mit schrillen Alarmsignalen: Wir erleben Völkermorde und Kriege, die von den Interessen der Mächtigen getrieben werden und eine neue Welle der Militarisierung anheizen. Während die Reichen immer reicher werden, werden Demokratien auf der ganzen Welt ausgehöhlt, und Millionen Menschen kämpfen um die Sicherung ihrer Grundbedürfnisse wie wie beispielsweise Wohnraum. Krisen vermehren sich, Ungleichheiten vertiefen sich, Grenzen werden geschlossen, Repressionen nehmen zu und rassistische Politik verschärft sich – während sich der Klimawandel beschleunigt und unsere Gesellschaften in den Zusammenbruch treibt.

    Aber wir sind nicht machtlos.

    Wir sind Mieter:innen, die sich gegen Zwangsräumungen und Mieterhöhungen wehren.
    Wir sind Hausbesetzer:innen, die leerstehende Gebäude und Grundstücke zurückerobern.
    Wir sind verschuldete Haushalte, die gegen Zwangsvollstreckungen und Versteigerungen kämpfen.
    Wir sind Obdachlose, die menschenwürdige Unterkünfte statt Notunterkünfte fordern.
    Wir sind Bewohner:innen von Mobilheimen, Campingplätzen und nicht-traditionellen Unterkünften, die unser Recht auf Bleibe verteidigen.
    Wir sind Arbeiter:innen die für faire Löhne kämpfen, und Kollektive, die Land und Raum für ein gemeinschaftliches Leben zurückerobern.

    Wir sind die globale Mehrheit, organisiert, vereint und entschlossen, ein gerechtes Leben auf einem lebenswerten Planeten zu erreichen.

    Letztes Jahr haben wir weltweit in mehr als 60 Städten mobilisiert. Dieses Jahr gehen wir noch weiter.

    Vom 23. bis 29. März sind wir auf der Straße, stören, organisieren und wehren uns gemeinsam über Grenzen hinweg.

    Wir treten auf dem ganzen Globus in Aktion um die Ursache dieser Krisen zu bekämpfen: ein System, das darauf ausgelegt ist, den Profit einiger weniger zu maximieren, während das Leben vieler geopfert wird.

    Gegen Zwangsräumungen.
    Gegen Repression.
    Gegen den Ausverkauf unserer Städte.
    Gegen die Plünderung unseres Landes.
    Gegen Ausbeutung, Krieg und Umweltzerstörung.

    Wir sagen: Es reicht! Das System versagt, und wir bauen etwas Besseres auf.

    Von Demonstrationen bis zu Besetzungen, von Mietstreiks bis zu gemeinschaftlichen Lösungen – jetzt ist unsere Zeit gekommen.

    Mach mit! Organisier dich sich vor Ort. Handeln wir weltweit.

    1. bis 29. März. Werde Teil der Housing Action Days.

    WIR FORDERN:

    Wohnraum für alle! Stoppt Zwangsräumungen, begrenzt Mieten, beendet Spekulationen und baut den öffentlichen Wohnungsbau durch Enteignung von Mietkonzernen aus.

    Würde über Grenzen hinweg! Rechte, Sicherheit und Wohnraum für alle Menschen – egal woher sie kommen.

    Menschen vor Profit! Besteuerung der Reichen, Stopp der Profitgier von Unternehmen, Finanzierung öffentlicher Bedürfnisse.

    Planet vor Profit! Beendigung der Nutzung fossiler Brennstoffe und des Landraubs, Schutz von Gemeinschaften und Ökosystemen.

    Stopp der Unterdrückung! Verteidigung des Rechts auf Organisation, Protest und Widerstand.

  • Solidaritätsgrüsse an die Busfahrer:innen

    Wir grüssen die Busfahrer:innen im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.
    Ihr bringt uns täglich in die Schule, zur Arbeit, zu Freund:innen, an Sitzungen. Während unsere Lebenskosten steigen, während wir Jahr für Jahr mehr für Mieten, Krankenkassenprämien und Lebensmittel bezahlen, stagnieren unsere Löhne. Euer entschlossener Arbeitskampf ist inspirierend und gibt uns Kraft. Wir stehen solidarisch an eurer Seite.

  • Communiqué zur „Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum“-Demonstration vom 20.12.2025

    Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum!

    Am Samstag, 20.12.2025, nahmen sich in Winterthur über 500 Menschen die Strassen, um gegen die geplante Räumung der Gisi (General-Guisan-Strasse 31) und für den Erhalt von günstigem, selbstverwaltetem Wohnraum zu demonstrieren. Wir wurden dabei tatkräftig von Leuten aus der ganzen Schweiz unterstützt. Trotz Grossaufgebot der Bullen liessen wir uns nicht einschüchtern.

     Während der Demo gab es starke Reden vom Revolutonären Jugendbündnis Winterthur, dem Revolutionären Aufbau Winterthur, der Interessengemeinschaft der Bewohner:innen und Benutzer:innen von Stefanini Liegenschaften (IGBBSL) und vom Antikapitalistischen Bündnis Winterthur.

    28 Jahre selbstverwaltete Geschichte unter Beschuss

    Die Stefanini-Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) will die Gisi, eines der ältesten noch bestehenden besetzten Wohn- und Kulturhäuser der Schweiz, im Frühjahr 2026 räumen lassen. Alle Verhandlungsversuche, das Haus weiterhin als unkommerziellen, kollektiven Wohn- und Kulturraum zu erhalten, wurden von der SKKG abgeblockt.

    In der Gisi haben in den letzten 28 Jahren unzählige Künstler:innen mit Konzerten, Workshops und Veranstaltungen für kulturelle Vielfalt gesorgt. Und die Gisi war nicht nur Kulturraum, sondern bedeutete auch günstigen kollektiven Wohnraum für viele, die wenig haben.

    So entstand eine Kultur mit einem kritischen Umgang gegenüber unterdrückerischen Mechanismen, Profitlogik und gesellschaftlichen Zwängen. Damit schreiben wir nicht nur 28 Jahre Geschichte, sondern reihen uns ein in alle linken, emanzipatorischen Kämpfe der Vergangenheit und Zukunft.

    Profit statt Kultur: SKKG und die Stadt ziehen an einem Strang

    Die SKKG besitzt schweizweit rund 2200 Wohnungen. Jahrzehntelang liess sie viele Häuser verlottern und strich gleichzeitig Mieten ein. Jetzt will sie totalsanieren, abreissen, verdrängen und Mieten erhöhen. Währenddessen richtet sich die Wohnpolitik der Stadt Winterthur konsequent auf jene aus, die sich Luxus leisten können. Aufwertung und Verdrängung egal ob in Töss, Hegi oder am Schützenweiher: Wer wenig hat, wird verdrängt.

    Die angedrohte Räumung der Gisi ist nicht nur ein Angriff auf ihre Bewohner:innen. Sie ist ein Angriff auf uns alle, uns alle, die immer grössere Teile unseres Einkommens für Miete ausgeben müssen, die keine zahlbaren Wohnungen mehr finden, die sich gegen den kapitalistische Aufwertungswahn wehren.

    Wenn selbstverwaltete Orte verschwinden, steigen die Mieten ringsherum. Aufwertung und Vertreibung macht nicht einfach plötzlich Halt vor deinem Haus. Und während einige wenige mit Immobilien spekulieren und ihre Renditen maximieren, werden Menschen in den Teufelskreis „arbeiten, um zu wohnen – wohnen, um zu arbeiten“ gezwungen.

    Darum endet unser Kampf auch nicht mit der Gisi oder den anderen räumungsbedrohten Häusern und Wagenplätzen. Er geht über jedes einzelne Haus hinaus. Unser Ziel sind nicht kleine Oasen in einer kapitalistischen Stadt. Unser Ziel ist eine Stadt, in der alle Menschen ein sicheres Zuhause haben, ohne Angst vor Kündigung und Verdrängung. Ein Dach über dem Kopf ist ein Grundrecht, und keine Ware.

    Unser Widerstand geht weiter!

    Nur ein extrem kleiner Teil profitiert im kapitalistischen System. Wir aber – die Mieter:innen, die Besetzer:innen, die Arbeiter:innen, die Kulturschaffenden, die Prekarisierten, die Vertriebenen – wir sind viele! Unser Widerstand endet nicht bei einem Haus oder bei einer Demo. Kämpfen wir gemeinsam weiter!

    Der Kapitalismus ist das Problem!
    Die Häuser denen, die drin wohnen!

    Antikapitalistisches Bündnis Winterthur

    20.12.2025

    Fotos von der Demo:

    Links zu Artikeln über die Demo:

  • NO WEF Winterquartier in Bern

    11.Januar 2026 Input der Häuservernetzung am No WEF Wintertquartier Bern

    Im neuen Jahr finden in Zürich und Bern zur Mobilisierung gegen das WEF Veranstaltungen und Demonstrationen statt.

    Die Häuservernetzung Winterthur wurde zum NO WEF Winterquartier in Bern eingeladen, um über die aktuelle Situation der räumungsbedrohten, selbstverwalteten Häuser und Wagenplätze zu erzählen. Wir freuen uns über einen solidarischen Austausch.

     

    Gisi verteidigen – Kein Profit mit Wohnraum – Wir bleiben alle!

    Infoveranstaltung zur akuten Räumungsandrohung gegen die Gisi – das älteste besetzte Haus der Schweiz und weitere selbstverwaltete Häuser und Wagenplätze in Winterthur.

     

     

    Wann: 11.01.2026, Uhrzeit folgt
    Wo: NO WEF Winterquartier Reitschule Bern

  • GISI BLEIBT! KEIN PROFIT MIT WOHNRAUM

    Kommt ALLE am 20.12 zum Hauptbahnhof!