Häuservernetzung Winterthur

Wohnraum verteidigen!

  • Rede & Bilder vom Stadtspaziergang vom 4.12. durch den Kreis 5 in Zureich

    Am 4. Dezember fand in Zureich ein Stadtspaziergang gegen Aufwertung und Vertreibung statt. Bei Sturm und Regen spazierten 200 Leute durch den Kreis 5 zu verschiedenen Orten der Gentrifizierung und der Kämpfe dagegen.

    Wir wir bedanken uns bei der Stadtgruppe, dass wir die Möglichkeit erhielten, eine Rede zur Situation in Winterthur zu halten.

    Das Communiqué zum Spaziergang findet ihr hier:

    https://wir-bleiben-alle.ch/demo

    Hier unsere Rede:

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  • Radiosendungen, Artikel & TV-Beitrag zur Kundgebung vom 27.8.

    Hier einige Beiträge zur Kundgebung der Häuservernetzung Winterthur vom 27.8.:

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  • Winterthur: Erfolgreiche Kundgebung von Stefanini-BewohnerInnen beim Sulzerhochhaus

    Winterthur: Erfolgreiche Kundgebung von Stefanini-BewohnerInnen beim Sulzerhochhaus

    Am Freitagnachmittag 27. August 2021 haben sich rund 80 Personen vor dem Sulzerhochhaus versammelt, dem Sitz der Stefanini-Kunststiftung SKKG und ihrer Immobilienverwaltung Terresta. Sie protestierten mit der Kundgebung gegen den drohenden Verlust des günstigen Wohnraums in Winterthur.

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  • Kundgebung beim Sulzerhochhaus am 27.8.21

     

    Günstigen Wohnraum verteidigen! Alle am 27. August 2021 zur Kundgebung nach Winterthur!

    Die milliardenschwere Winterthurer Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG ist einer der grossen Immobilienplayer der ehemaligen Industriestadt. Die steuerbefreite Stiftung besitzt hier über 1700 günstige Wohnungen, die einst dem 2018 verstorbenen Immobilienhai und Kunststammler Bruno Stefanini gehört haben. Verwaltet werden die Wohnungen von der Terresta. Die SKKG möchte in nächster Zeit alle Häuser in ihrem Besitz sanieren. Oder abreissen und mit lukrativen Neubauten überbauen. Beides, um die Rendite zu erhöhen.

    Im letzten Herbst — mitten in der Covid-19-Pandemie — hat die Verwaltungsfirma Terresta im Auftrag der SKKG einige der selbstverwalteten Stefanini-Häuser kontaktiert.

    Wir leben in diesen Häusern, die wir z.T. seit fast zwanzig Jahren selbst unterhalten. Die Terresta verlangte nun von uns, befristete und unsichere Gebrauchsleiheverträge zu unterschreiben. Der Sinn der Sache: Sobald sie sanieren oder abreissen wollen, könnten sie so die Häuser schnell räumen und uns nach Belieben auf die Strasse stellen.

    Eigentliche Verhandlungen gab es im Herbst 2020 nicht. Der Rauswurf ist beschlossene Sache. Wann es soweit sein soll, ist das Geheimnis der SKKG. Gegen den drohenden Verlust unseres Wohnraums haben wir uns zusammen organisiert und die Häuservernetzung Winterthur gegründet.

    Zum internationalen Housing Action Day vom 27. März 2021 haben wir der SKKG und der Terresta einen offenen Brief geschrieben. Unser Vorschlag: Die Häuser sollen für 30 Jahre im Baurecht an uns abgegeben und/oder an eine kollektive Struktur (Genossenschaften o.ä.) übertragen werden. Damit könnte der Erhalt der Häuser durch die BewohnerInnen selbst gesichert werden. Statt Abriss die Bausubstanz langfristig erhalten — eine sozial und ökologisch sinnvolle Lösung!

    Bis heute haben weder die SKKG noch die Terresta auf diesen Vorschlag reagiert.

    Am 7. Juni 2021 haben wir deshalb dem Sulzer-Hochhaus einen Besuch abgestattet. Hier hat die SKKG und die Terresta ihren Firmensitz. Wir übergaben einem leitenden Angestellten der Terresta einen zweiten offenen Brief mit der Forderung, endlich auf den Vorschlag einzugehen.

    Ende Juni kam dann eine schriftliche Antwort: Die Situation sei «sehr komplex», darum könnten sie erst im Herbst informieren. Für diese nichtssagende Antwort (die in keiner Weise auf den Vorschlag vom März eingeht) brauchten sie mehrere Wochen.

    Wir haben die Nase voll von dieser Hinhaltetaktik!

    Zuerst fordert die SKKG und die Terresta uns auf, befristete und unsichere Verträge zu unterschreiben, um uns einfacher rauswerfen zu können. Dann werden unsere Bemühungen, die Häuser zu erhalten, einfach ignoriert. Schliesslich schreiben sie uns zwei vage Sätze, ohne auf unseren Vorschlag einzugehen.

    Wir stehen vor einer ungewissen Zukunft. Wann wollen sie uns auf die Strasse setzen? Noch im Winter?

    Wenn wir unsere Wohnungen verlieren, ist es praktisch unmöglich, einen zahlbaren Ersatz zu finden. Denn es herrscht akute Wohnungsnot. Im Juni standen in Winterthur gerade mal 0.41 % aller Wohnungen leer. Günstiger Wohnraum ist sehr knapp. Hinter der profitorientierten Aufwertung der Stadt steckt der Wunsch des Stadtrats nach guten SteuerzahlerInnen; bedient wird damit die Immobilienwirtschaft, die ihre Mieten anheben und noch höhere Renditen erzielen kann. Wer seine Wohnung verliert und wenig hat, soll dagegen aus der Stadt verschwinden.

    Das Leerkündigen wegen Sanierungen und der Abriss von günstigem Wohnraum ist ein Skandal. Genau das ist aber der Plan der SKKG und der Terresta. Und dagegen wehren wir uns gemeinsam!

    Im Gegensatz zu den SKKG-StiftungsrätInnen sind wir auf günstigen Wohnraum angewiesen. Wir fordern von der SKKG konkrete Informationen sowie einen ernstzunehmenden Vorschlag, wie der Erhalt unserer Häuser garantiert werden kann.

    Um dem Nachdruck zu verleihen, werden wir am 27. August 2021 um 15:00 Uhr der SKKG und Terresta einen Besuch abstatten. Es gibt es Kaffee und Kuchen, Redebeiträge und Zeit und Raum, um sich auszutauschen.

    Wir laden alle ein — Solidarische und von Wohnungsnot und steigenden Mieten Betroffenen — zur Platzkundgebung vor dem Sulzer-Hochhaus an der Neuwiesenstrasse 15 in Winterthur.

    Hände weg vom günstigen Wohnraum!
    Kommt alle — wir bleiben alle!

    Häuservernetzung Winterthur
    wohnraumverteidigen.noblogs.org

    Infos zur SKKG und ihrem Immo-Business gibt es bei der IG der Stefanini-BewohnerInnen: igbbsl.wordpress.com, twitter: @igbbsl

  • Transpi-Aktion bei SKKG

    Beim Sulzer-Hochhaus in Winterthur, dem Hauptsitz der SKKG und der Terresta, wurde ein Transparent aufgehängt und der Vorplatz wurde mit einem Band symbolisch abgesperrt.

    Bereits in zwei offenen Briefen haben die Bewohner*innen der selbstverwalteten Häuser Verhandlungen mit der SKKG angestrebt, um ihr Zuhause zu erhalten. Die einzige, läppische Antwort der SKKG: Sie melden sich im Herbst.

    Ihr hört bald wieder von uns!

  • Radiosendung zum Besuch im Sulzerhochhaus bei der Terresta/SKKG

    Hört das Community-Radio Stadtfilter in Winti auf 96.3 MHz

    Am Montagmorgen früh, dem 7. Juni, haben sich räumungsbedrohte Stefanini-Haus-Bewohner*innen ins Sulzer-Hochhaus begeben. Dort haben Sie einen 2. offenen Brief abgegeben, um auf ihre Forderung nach Erhalt ihres selbstverwalteten Wohnraums aufmerksam gemacht.

    Bis jetzt – 15 Tage – danach gab es keine Antwort von der Immobilienfirma Terresta oder den Verantwortlichen der SKKG.

    Den 1. und 2. offenen Brief der Häuservernetzung Winterthur sind veröffentlicht auf unserer Homepage: wohnraumverteidigen.noblogs.org

    Hier die tolle Live-Übertragung der Community-Radio-Reporterin von Stadtfilter aus dem Sulzer-Hochaus:

    und hier die Politur-Sendung dazu vom Abend:

    Besuch im Sulzer-Hochhaus: 2. offener Brief an die Terresta AG

    Besuch im Sulzer-Hochhaus: 2. offener Brief an die Terresta AG

  • Winterthur: Von Vertreibung bedrohte BewohnerInnen statten der Immo-Firma Terresta einen Besuch ab

    Heute Montag 7. Juni 2021 haben wir, BewohnerInnen mehrerer räumungsbedrohter Häuser in Winterthur, der Immo-Firma Terresta einen Besuch abgestattet. Wir fordern den Erhalt unseres Wohnraums.

    Die Terresta befindet sich im Sulzer-Hochhaus an der Neuwiesenstrasse. Das Hochhaus wie die Terresta gehört der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG. Die Stiftung besitzt über 2000 noch günstige Wohnungen. Dazu zählen mehrere, seit zehn bis bald 25 Jahren selbstverwaltete Häuser, in denen wir wohnen.

    Die SKKG hat ihre Immo-Firma Terresta beauftragt, uns auf die Strasse stellen. Denn sämtliche Häuser im Besitz der Stiftung sollen saniert oder abgerissen werden. Der günstige Wohnraum soll verschwinden, damit die SKKG ihre elitäre Kunstsammlung mit höheren Mieteinnahmen vergolden kann.

    Am 27. März 2021, dem internationalen Housing Action Day, haben wir der Terresta und der SKKG einen offenen Brief geschrieben. Wir haben einen realistischen Vorschlag unterbreitet, wie der günstige Wohnraum erhalten kann (Baurecht und Übergabe an eine kollektive Besitz- und NutzerInnenstruktur). Eine Antwort blieb aus.

    Deshalb haben wir der Terresta heute einen zweiten offenen Brief überbracht. In diesem wird die Terresta und die SKKG aufgefordert, endlich auf unseren Vorschlag zu reagieren.

    Wir liessen uns nicht abwimmeln und nahmen im geschleckten Eingangsbereich Platz, bis sich schliesslich ein leitender Immo-Manager herbemühte, um unseren Brief in Empfang zu nehmen. Er erklärte, die Terresta würde «angemessen» reagieren. Das werden wir auch.

    Wir sind gespannt auf die Antwort der Terresta und der SKKG. Einschüchtern lassen wir uns nicht.

    Vielen Dank ans Radio Stadtfilter für die Live-Übertragung!

    Häuservernetzung Winterthur, 7. Juni 2021
    wohnraumverteidigen.noblogs.org

     

  • 2. offener Brief an die Terresta, Tochterfirma der SKKG in Winterthur

    Am 27. März 21, dem internationalen Housing Action Day, hat die Terresta und die SKKG Post erhalten.

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  • Solidaritätserklärung mit dem CSOA il Molino in Lugano

    Wir, die Häuservernetzung Winterthur — eine Organisierung sieben räumungsbedrohter, teils besetzter und selbstverwalteter Häuser in Winterthur und Umgebung — rufen zur Solidarität mit dem räumungsbedrohten sozialen Zentrum CSOA il Molino in Lugano auf.

    Das Molino ist das einzige grosse gegenkulturelle Zentrum im Tessin. Es steht seit den 1990er Jahren für eine Kontinuität von radikaler autonomer Politik, Kunst und Kultur.

    Das Molino ist ein wichtiger Treffpunkt für die Jugend, für Leute mit wenig Kohle oder unsicherem Status und für die subkulturelle Szene.

    Das Molino ist ein Stachel im Bankenzentrum Lugano. Hier regiert die rechtsradikale Lega dei Ticinesi und versucht zusammen mit den anderen Parteien, ein herausgepützeltes Luxus- und Tourismusparadies für Reiche zu errichten.

    Wir wissen: Räume, die wir uns erkämpfen, eröffnen Perspektiven, die über die alltägliche kapitalistische Misere hinausgehen. Orte des Austauschs, des Lernens, zum Feiern, zum Streiten und Kämpfen.

    Gerade in der gegenwärtigen Krise müssen wir diese Orte verteidigen. Sie werden versuchen, die Krise auf uns abzuwälzen, während sie immer reicher werden.

    Um die gegenseitige Hilfe und Solidarität gegen die Krise zu stärken, brauchen wir antikapitalistische und solidarische Strukturen und Räume. Und zu diesen gehört das CSOA il Molino!

    Wir bleiben alle

    Häuservernetzung Winterthur
    23.5.2021

    wohnraumverteidigen.noblogs.org
    haeuservernetzung-winti(aet)riseup.net

    Italienisch Übersetzung folgt

     

  • Radiosendung der Häuservernetzung zum 1. Mai 2021

    Am 1. Mai 2021 während der Demo hat das antikapitalistische Bündnis Winterthur hat eine Radiosendung auf Radio Stadtfilter (stadtfilter.ch) ausgestrahlt. Dabei konnten auch wir von der Häuservernetzung Winterthur einen Beitrag von rund 30 Minuten zur Situation der von der Räumung bedrohten Stefanini-Häusern machen.

    Hört es Euch an!

    Besuch im Sulzer-Hochhaus: 2. offener Brief an die Terresta AG