Häuservernetzung Winterthur

Wohnraum verteidigen!

  • Sa. 6.4. Stadtspaziergang «Eine andere Stadt ist möglich» 15:00 Kesselhausplatz Winti

    *** Sa. 6. April 2024 ***
    15:00 Kesselhausplatz (vorm Einkaufszentrum Neuwiesen) beim Bahnhof Winterthur

    Stadtspaziergang zur Wohnkrise «Eine andere Stadt ist möglich – wenn wir uns gegen Aufwertung und Vertreibung organisieren!»

    Im Rahmen der Housing Action Days und als Auftakt zur Mobilisierung zum revolutionären 1. Mai lädt das Antikapitalistische Bündnis Winterthur zu einem Stadtspaziergang ein.

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  • Neujahreserklärung 2024 der Häuservernetzung Winterthur

    Die Häuservernetzung Winterthur ist ein Netzwerk von Bewohner:innen besetzter und selbstverwalteter Häuser, antikapitalistischen Gruppen und Einzelpersonen. Gemeinsam kämpfen wir gegen die kapitalistische Stadtaufwertung und für den Erhalt von günstigem Wohnraum. Wir bewohnen und unterhalten die selbstverwalteten Häuser seit vielen Jahren (das älteste seit 1997, das jüngste seit 2011) mit eigener Arbeit und auf eigene Kosten. Es sind unsere Zuhause und vielfältiger Wohn- und Kulturraum für viele.

    Im Herbst 2020 haben wir uns als Häuservernetzung Winterthur zusammengeschlossen, weil die Eigentümerin, die milliardenschwere steuerbefreite Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG einigen von uns ein Ultimatum gestellt und verlangt hat, dass wir unsichere und befristete Gebrauchsleiverträge unterzeichneten. Seither versuchen wir, mit der SKKG über unseren langfristigen Verbleib und den Erhalt aller selbstverwalteten Häuser zu verhandeln.

    Im Juli 2023 hat sie uns in Gutsherrenmanier mitgeteilt, dass sie drei von sieben selbstverwalteten Häuser Ende 2025 räumen lassen will. Den restlichen vier – weniger renditeträchtigen – Häusern sollen „mittel- bis langfristige“ Verträge vorgelegt werden.

    4.11.2023 Wohnkrise-Demonstration in Zürich

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  • Sommer, Sonne, Solidaritäts-Aktionen (aktualisiert)

    Die Sommerferien sind vorbei und in Winterthur gingen die Musikfestwochen zu Ende. Hier ein Überblick über einige Solidaritäts-Bekundungen, die wir während den letzten Wochen erhalten haben. Danke an alle solidarischen Leute!

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  • Pressemitteilung: Wohnraum verteidigen (NEU: mit Fotos)

    Was heute geschah:

    Die sieben selbstverwalteten Stefanini-Häuser in und um Winterthur waren heute abend von der Stefanini-Immobilien- und Kunststiftung SKKG vorgeladen worden, um zu erfahren, was die SKKG in Zukunft mit unseren Zuhause vor hat.

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  • Mi. 1.2. 18:00 Kundgebung vor Sulzer-Hochhaus gegen jede Räumung

    Apéro pauvre – Eat the rich!
    Kundgebung vor dem Sulzerhochhaus

     

     

    Wieder findet ein Werbe-Anlass der Stefanini-Kunststiftung SKKG statt.
    Die Stiftung besitzt in Winterthur über 1700 Wohnungen, die sie
    sanieren/räumen/abreissen möchte, um die Rendite zu erhöhen. Wir wehren
    uns solidarisch gegen Kündigungen und Räumungen!

    Datum/Zeit: Mittwoch 1. Februar 2023 18:00 Uhr
    Ort: Sulzerhochhaus, Neuwiesenstr. 15, Winterthur

     

    Wir laden Euch ein, mit uns am 1. Februar um 18 Uhr an der
    Kundgebung vor dem Sulzerhochhaus teilzunehmen.

    Für den Erhalt des günstigen Wohnraums und gegen jede Räumung &
    Vertreibung!

    Es wird ein Feuer, Musik, Reden, Transpis und ein Apéro pauvre geben.

    Sagts gerne weiter!
    Wir freuen uns, Euch zu sehen!

    Häuservernetzung Winterthur

  • Neujahrserklärung der Häuservernetzung Winterthur

    Die Häuservernetzung Winterthur ist das Netzwerk der selbstverwalteten Stefanini-Häuser in Winterthur. Wir bewohnen und unterhalten diese Häuser seit vielen Jahren – das älteste seit 1997, das jüngste seit 2011 – mit eigener Arbeit und auf eigene Kosten. Sie sind unsere Zuhause und vielfältiger Wohn- und Kulturraum für viele.

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  • Bilder & Rede zum 1. Mai in Winterthur

    Auch dieses Jahr hat die Häuservernetzung Winterthur zusammen mit anderen Gruppen und Einzelpersonen an den revolutionären 1. Mai mobilisiert im Rahmen des Antikapitalistischen Bündnis Winterthur.

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  • Di. 1.2. 17:30 Kundgebung vor Sulzer-Hochhaus «Vertreibung ist keine Kunst»

    Am 1.2. findet die jährliche PR-Veranstaltung der SKKG online statt. Wir versammeln uns trotzdem auf der Strasse.

    Kommt zur Kundgebung vor dem Sulzer-Hochhaus am Di. 1.2. ab 17:30 mit warmen Getränken, Reden & Musik.

    Hier unser Aufruf:

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  • Rede & Bilder vom Stadtspaziergang vom 4.12. durch den Kreis 5 in Zureich

    Am 4. Dezember fand in Zureich ein Stadtspaziergang gegen Aufwertung und Vertreibung statt. Bei Sturm und Regen spazierten 200 Leute durch den Kreis 5 zu verschiedenen Orten der Gentrifizierung und der Kämpfe dagegen.

    Wir wir bedanken uns bei der Stadtgruppe, dass wir die Möglichkeit erhielten, eine Rede zur Situation in Winterthur zu halten.

    Das Communiqué zum Spaziergang findet ihr hier:

    https://wir-bleiben-alle.ch/demo

    Hier unsere Rede:

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  • Friede den Hütten – Krieg den Palästen! Flugblatt zum 1. Mai

    Wir bleiben alle!

    In den letzten 20 Jahren sind die Mieten explodiert. Das Immobiliengeschäft boomt. Es wird überall abgerissen, saniert und investiert.

    Erinnert ihr euch, wie es früher war? Erkennt ihr die Orte noch, in denen ihr lebt? All die widerliche Pastellfarbe auf renovierten Fassaden. Die hässlichen, überteuerten Neubauten. Alles wird aufgewertet, herausgeputzt, auf Kommerz getrimmt. Aus dem öffentlichen Raum, aus den Gassen, Plätzen, Pärken, soll alles weg, was stört. Was nicht dem Geschäft dient, hat keine Daseinsberechtigung.

    Doch nicht nur da: Auch aus den Häusern sollen alle verschwinden, deren Portemonnaie nicht genug hergibt.

    Gemeint sind damit wir. Weil wir in prekären Jobs arbeiten müssen, weil wir uns keine hohe Miete leisten können, weil wir keine «guten SteuerzahlerInnen» sind. Unsere Lebenskosten steigen ständig an. Die Mieten, die Krankenkassen- und Versicherungsprämien, der ÖV: alles wird teuerer, während unsere Löhne stagnieren und die Renten gekürzt werden.

    Die Immo-Firmen machen in der COVID-19-Krise fette Profite, während wir die Arbeit verloren haben oder auf Kurzarbeit sind. Einen Erlass der Wohnungsmieten gibt es nicht. Sanierungen und Abrissprojekte werden weiter verfolgt, als wäre nichts geschehen. Zwangsräumungen finden weiterhin statt.

    Ob Pandemie oder nicht, ob gesund oder krank: Wenn es um die Sicherung der Rendite der Hauseigentümer geht, dann bleibt alles beim Alten.

    Der Verlust der Arbeit oder der Wohnung ist nicht ein individuelles Problem, sondern Ausdruck einer gesellschaftlichen Situation, die Kapitalismus heisst. Die ständige Verteuerung unseres Lebens ist ein gegen uns gerichteter sozialer Angriff von oben – und gegen den müssen wir uns von unten wehren. Es kann so einfach nicht mehr weitergehen.

    In Winterthur ist eine der wichtigen Immo-Firmen die SKKG (Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte) mit ihrer Verwaltungsfirma, der Terresta. Die SKKG wurde vor gut 40 Jahren vom verstorbenen Millionär Bruno Stefanini gegründet und besitzt alleine in Winterthur 1700 Wohnungen in 200 Häusern. Diese sind in die Jahre gekommen, weil Stefanini die Mieteinanhmen lieber in seine Kunstsammlung steckte als in den Unterhalt der Häuser.

    Heute wohnen in den günstigen Stefanini-Wohnungen viele, die nicht viel haben. Doch so soll es nicht mehr sein.

    Denn die SKKG unter der Leitung von Bettina Stefanini will ihre Einnahmen erhöhen. Alle Häuser sollen saniert werden – einige davon möchten sie abreissen und neu überbauen. Dafür will die SKKG nicht weniger als 1 Milliarde Fr. ausgeben: 500 Millionen für Sanierungen oder Abriss, weitere 500 Millionen für Neuüberbauungen. Zur Zeit laufen bei der Verwaltungsfirma Terresta mindestens 40 Sanierungs- oder Abrissprojekte.

    Die SKKG sagt, sie wolle bei den sanierten Wohnungen etwas unter den sogenannt marktüblichen Mieten bleiben. Aber auch so werden sie genug hohe Profite erzielen. Immerhin steigen die marktüblichen Mieten ständig an. Die etwas niedrigeren Mieten werden ebenso ständig ansteigen.

    Diesen März haben sich mehrere Stefanini-Häuser zusammengetan, die seit zum Teil über 20 Jahren besetzt oder geduldet, auf jeden Fall aber selbstverwaltet sind. Und selbstverwaltet meint nicht gratis. Die SKKG und die Terresta haben in all den Jahren nicht einen einzigen Franken ausgegeben für diese Häuser. Unterhalten wurden sie allein von den BewohnerInnen, die sämtliche Ausgaben selber berappen. Die selbstverwalteten Häuser sind bedroht. Im Auftrag der SKKG will die Terresta die BewohnerInnen vertreiben. Sie sollen weg. Dann kann man sanieren oder abreissen und lukrative Wohnungen bauen.

    Die BewohnerInnen haben ihrerseits mit einem offenen Brief einen praktischen Vorschlag gemacht. Die SKKG soll die Liegenschaften im Baurecht abgeben, die Häuser sollen an eine kollektive Struktur übergeben werden. Damit bliebe der günstige Wohnraum erhalten. Bislang hat sich weder die SKKG noch die Terresta zum Vorschlag geäussert.

    Doch nicht nur die BewohnerInnen der besetzten Häuser sollen vertrieben werden. Denn die Sanierung gerade der grossen Stefanini-Siedlungen in Wülflingen und Oberwinterthur bedeutet für viele, dass sie sich die Wohnungen nicht mehr werden leisten können.

    Es droht eine gross angelegte soziale Vertreibung. Die Sanierungen betreffen ja nicht nur die Stefanini-Häuser. Wird ein Block saniert, dann folgt der nächste. In der ganzen Strasse, im ganzen Quartier werden die Mieten steigen. Und sie werden nicht mehr aufhören zu steigen. Was die SKKG und andere Immo-Firmen machen, das betrifft die ganze Stadt.

    Wir sagen: Wenn die SKKG und die Terresta versucht, ein Haus räumen zu lassen, dann werden wir das verhindern. Die Kosten für die Sanierungen, wo sie nötig sind, soll die milliardenschwere SKKG bezahlen und nicht auf die BewohnerInnen abwälzen. Es dürfen keine Kündigungen ausgesprochen werden. Die BewohnerInnen sollen in ihren Wohnungen bleiben können und eine Mitsprache erhalten bei den Sanierungen.

    Und wir sagen auch: Ob mit oder ohne Mietvertrag – wir sind solidarisch miteinander, wir stehen zusammen und wir bleiben alle!

    Häuservernetzung Winterthur, 1. Mai 2021

    wohnraumverteidigen.noblogs.org
    haeuservernetzung-winti(ät)riseup.net

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