Am Samstag, 20.12.2025, nahmen sich in Winterthur über 500 Menschen die Strassen, um gegen die geplante Räumung der Gisi (General-Guisan-Strasse 31) und für den Erhalt von günstigem, selbstverwaltetem Wohnraum zu demonstrieren. Wir wurden dabei tatkräftig von Leuten aus der ganzen Schweiz unterstützt. Trotz Grossaufgebot der Bullen liessen wir uns nicht einschüchtern.
Während der Demo gab es starke Reden vom Revolutonären Jugendbündnis Winterthur, dem Revolutionären Aufbau Winterthur, der Interessengemeinschaft der Bewohner:innen und Benutzer:innen von Stefanini Liegenschaften (IGBBSL) und vom Antikapitalistischen Bündnis Winterthur.
28 Jahre selbstverwaltete Geschichte unter Beschuss
Die Stefanini-Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) will die Gisi, eines der ältesten noch bestehenden besetzten Wohn- und Kulturhäuser der Schweiz, im Frühjahr 2026 räumen lassen. Alle Verhandlungsversuche, das Haus weiterhin als unkommerziellen, kollektiven Wohn- und Kulturraum zu erhalten, wurden von der SKKG abgeblockt.
In der Gisi haben in den letzten 28 Jahren unzählige Künstler:innen mit Konzerten, Workshops und Veranstaltungen für kulturelle Vielfalt gesorgt. Und die Gisi war nicht nur Kulturraum, sondern bedeutete auch günstigen kollektiven Wohnraum für viele, die wenig haben.
So entstand eine Kultur mit einem kritischen Umgang gegenüber unterdrückerischen Mechanismen, Profitlogik und gesellschaftlichen Zwängen. Damit schreiben wir nicht nur 28 Jahre Geschichte, sondern reihen uns ein in alle linken, emanzipatorischen Kämpfe der Vergangenheit und Zukunft.
Profit statt Kultur: SKKG und die Stadt ziehen an einem Strang
Die SKKG besitzt schweizweit rund 2200 Wohnungen. Jahrzehntelang liess sie viele Häuser verlottern und strich gleichzeitig Mieten ein. Jetzt will sie totalsanieren, abreissen, verdrängen und Mieten erhöhen. Währenddessen richtet sich die Wohnpolitik der Stadt Winterthur konsequent auf jene aus, die sich Luxus leisten können. Aufwertung und Verdrängung egal ob in Töss, Hegi oder am Schützenweiher: Wer wenig hat, wird verdrängt.
Die angedrohte Räumung der Gisi ist nicht nur ein Angriff auf ihre Bewohner:innen. Sie ist ein Angriff auf uns alle, uns alle, die immer grössere Teile unseres Einkommens für Miete ausgeben müssen, die keine zahlbaren Wohnungen mehr finden, die sich gegen den kapitalistische Aufwertungswahn wehren.
Wenn selbstverwaltete Orte verschwinden, steigen die Mieten ringsherum. Aufwertung und Vertreibung macht nicht einfach plötzlich Halt vor deinem Haus. Und während einige wenige mit Immobilien spekulieren und ihre Renditen maximieren, werden Menschen in den Teufelskreis „arbeiten, um zu wohnen – wohnen, um zu arbeiten“ gezwungen.
Darum endet unser Kampf auch nicht mit der Gisi oder den anderen räumungsbedrohten Häusern und Wagenplätzen. Er geht über jedes einzelne Haus hinaus. Unser Ziel sind nicht kleine Oasen in einer kapitalistischen Stadt. Unser Ziel ist eine Stadt, in der alle Menschen ein sicheres Zuhause haben, ohne Angst vor Kündigung und Verdrängung. Ein Dach über dem Kopf ist ein Grundrecht, und keine Ware.
Unser Widerstand geht weiter!
Nur ein extrem kleiner Teil profitiert im kapitalistischen System. Wir aber – die Mieter:innen, die Besetzer:innen, die Arbeiter:innen, die Kulturschaffenden, die Prekarisierten, die Vertriebenen – wir sind viele! Unser Widerstand endet nicht bei einem Haus oder bei einer Demo. Kämpfen wir gemeinsam weiter!
Der Kapitalismus ist das Problem! Die Häuser denen, die drin wohnen!
11.Januar 2026 Input der Häuservernetzung am No WEF Wintertquartier Bern
Im neuen Jahr finden in Zürich und Bern zur Mobilisierung gegen das WEF Veranstaltungen und Demonstrationen statt.
Die Häuservernetzung Winterthur wurde zum NO WEF Winterquartier in Bern eingeladen, um über die aktuelle Situation der räumungsbedrohten, selbstverwalteten Häuser und Wagenplätze zu erzählen. Wir freuen uns über einen solidarischen Austausch.
Gisi verteidigen – Kein Profit mit Wohnraum – Wir bleiben alle!
Infoveranstaltung zur akuten Räumungsandrohung gegen die Gisi – das älteste besetzte Haus der Schweiz und weitere selbstverwaltete Häuser und Wagenplätze in Winterthur.
Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum! Demonstration 20.12.2025 14:00 Hauptbahnhof Winterthur
Nach der Wohndemo vom 2. November 2024 gehen wir wieder gegen die Wohnkrise in Winterthur auf die Strasse. Dieses Mal richtet sich die Demonstration auch spezifisch gegen die akute Räumungsdrohung der Stefanini-Stiftung (SKKG) gegen einen der ältesten besetzten Wohn- und Kulturräume der Schweiz, der Gisi.
Wir wehren uns gegen die Zerstörung von günstigem Wohn- und unkommerziellem Kulturraum, gegen explodierende Mieten, gegen Abrisswahn und Luxussanierungen, gegen die städtische Politik, die nur auf die Interessen der Reichen abzielt, während Leute ohne Geld keinen Platz mehr haben sollen in dieser Stadt.
Wir sind viele, die von Wohnungsnot, Gentrifizierung, überteuerten Mieten, Kündigungen und Räumungen betroffen sind. Es sind nur wenige, die sich auf unsere Kosten massiv bereichern und aus den Mieten und dem Boden ihre Profite pressen. Wir brauchen die Besitzenden nicht, Selbstverwaltung und Vergesellschaftung ist die einzige Antwort auf die Wohnkrise.
Wir tragen unsere Anliegen kreativ, laut und kämpferisch auf die Strassen und wollen, dass alle an die Wohndemo kommen können – jüngere und ältere, Familien mit Kindern, Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen und Velo. Zusammen sind wir viele! Zusammen sind wir stark!
Bringt Transpis, Fahnen, Schilder und Trompeten! Kommen wir zusammen im Protest gegen die anhaltende Wohnkrise! Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum!
Antikapitalistisches Bündnis Winterthur, Dezember 2025
Aufruf zur Demonstration vom 20.12.:
Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum! Kommt alle zur Demo am 20.12.2025 14:00 Hauptbahnhof Winterthur
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, will die Stefanini-Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG die Gisi (General-Guisan-Str. 31, Winterthur), das vermutlich ältestes besetzte Wohn- und Kulturhaus der Schweiz, im Februar 2026 räumen lassen.
Alle Verhandlungsversuche, das Haus dauerhaft selbstverwaltet und unkommerziell weiter zu bewohnen und zu beleben, sind am Unwillen der Stiftung gescheitert.
Ausgerechnet die SKKG, die sich Kunst, Kultur und Geschichte auf die Fahne schreibt, will genau dies zerstören:
Denn in der Gisi haben in den letzten 28 Jahren unzählige Künstler*innen mit Konzerten, Workshops und Veranstaltungen für eine künstlerische Vielfalt gesorgt. Über die Jahrzehnte haben auch sehr viele Leute in der Gisi gewohnt oder konnten vorübergehend unterkommen. Die Gisi bedeutet günstigen kollektiven Wohnraum für viele, die wenig haben.
Es entstand eine Kultur mit einem kritischen Umgang gegenüber unterdrückerischen Mechanismen, Profitlogik und gesellschaftlichen Zwängen.
Damit schreiben wir nicht nur 28 Jahre Geschichte, sondern reihen uns ein in alle linken, emanzipatorischen Kämpfe der Vergangenheit und Zukunft.
Offensichtlich verfolgt die SKKG also ein anderes Ziel. Sie möchte aus Ihren schweizweit 2200 Wohnungen noch mehr Profit erwirtschaften. Deshalb wollen sie jetzt auch aus der Gisi für 5 Millionen Franken einen schicken, profitablen Yuppietempel machen.
Und die Stadt freuts: Denn die städtische Wohnpolitik ist ausschliesslich auf die Interessen der Reichen ausgerichtet, es herrscht Aufwertungswahn. Egal, ob in Töss, Hegi oder am Schützenweiher, überall sollen die Armen Platz machen (für Luxuswohnungen und Yuppie-Freiräume).
Doch wir werden die angedrohte Räumung der Gisi nicht einfach so hinnehmen. Machen wir der SKKG und der Stadt deutlich, dass wir die Gisi verteidigen. Denn die Gisi zu räumen, ist ein Angriff auf uns alle. Auf uns, die immer einen grösseren Teil unseres Lohns für die Miete ausgeben müssen. Auf uns, die keine zahlbaren Wohnungen mehr finden können.
Die Zerstörung von besetztem Wohn- und Kulturraum betrifft aber nicht nur die Bewohner:innen, sondern die ganze Stadt. Sind die selbstverwalteten Häuser einmal weg, steigen ringsherum die Mieten und die Vertreibung trifft die Nächsten.
Unser Kampf endet nicht mit der Gisi oder den anderen räumungsbedrohten Häuser und Wagenplätze. Er geht über jedes einzelne Haus hinaus. Wir kämpfen gegen die kapitalistische Stadtaufwertung, gegen die skrupellose Bereicherung einiger weniger auf Kosten jener, die sowieso wenig haben und sich die immer höheren Mieten nicht leisten können.
Gegen Aufwertung und Vertreibung – Wir bleiben alle!
Gegen die Räumung der Gisi und den Erhalt von günstigem Wohnraum überall rufen wir euch alle auf, am Sa. 20.12.2025 um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof Winterthur an die grosse, vielfältige „Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum“-Demo zu kommen. Bringt Eure Freund:innen, Nachbar:innen, Arbeitskolleg:innen mit. Denn: Nur eine kleine Minderheit profitiert von der Wohnungsnot. Wir sind mehr!
Leisten wir alle zusammen Widerstand gegen Vertreibung und Räumungen in allen Formen und Facetten, so vielseitig wie all die Menschen, die die Gisi in den letzten 28 Jahren bewohnt, belebt und besucht haben!
Und bitte unterschreibt die Campax-Petition, die für den Erhalt der Gisi ins Leben gerufen wurde!
Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum! Demonstration 20.12.2025 14:00 Hauptbahnhof Winterthur
Nach der Wohndemo vom 2. November 2024 gehen wir wieder gegen die Wohnkrise in Winterthur auf die Strasse. Dieses Mal richtet sich die Demonstration auch spezifisch gegen die akute Räumungsdrohung der Stefanini-Stiftung (SKKG) gegen einen der ältesten besetzten Wohn- und Kulturräume der Schweiz, der Gisi.
Wir wehren uns gegen die Zerstörung von günstigem Wohn- und unkommerziellem Kulturraum, gegen explodierende Mieten, gegen Abrisswahn und Luxussanierungen, gegen die städtische Politik, die nur auf die Interessen der Reichen abzielt, während Leute ohne Geld keinen Platz mehr haben sollen in dieser Stadt.
Wir sind viele, die von Wohnungsnot, Gentrifizierung, überteuerten Mieten, Kündigungen und Räumungen betroffen sind. Es sind nur wenige, die sich auf unsere Kosten massiv bereichern und aus den Mieten und dem Boden ihre Profite pressen. Wir brauchen die Besitzenden nicht, Selbstverwaltung und Vergesellschaftung ist die einzige Antwort auf die Wohnkrise.
Wir tragen unsere Anliegen kreativ, laut und kämpferisch auf die Strassen und wollen, dass alle an die Wohndemo kommen können – jüngere und ältere, Familien mit Kindern, Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen und Velo. Zusammen sind wir viele! Zusammen sind wir stark!
Bringt Transpis, Fahnen, Schilder und Trompeten! Kommen wir zusammen im Protest gegen die anhaltende Wohnkrise! Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum!
Antikapitalistisches Bündnis Winterthur, Dezember 2025
Aufruf zur Demonstration vom 20.12.:
Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum! Kommt alle zur Demo am 20.12.2025 14:00 Hauptbahnhof Winterthur
Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, will die Stefanini-Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG die Gisi (General-Guisan-Str. 31, Winterthur), das vermutlich ältestes besetzte Wohn- und Kulturhaus der Schweiz, im Februar 2026 räumen lassen.
Alle Verhandlungsversuche, das Haus dauerhaft selbstverwaltet und unkommerziell weiter zu bewohnen und zu beleben, sind am Unwillen der Stiftung gescheitert.
Ausgerechnet die SKKG, die sich Kunst, Kultur und Geschichte auf die Fahne schreibt, will genau dies zerstören:
Denn in der Gisi haben in den letzten 28 Jahren unzählige Künstler*innen mit Konzerten, Workshops und Veranstaltungen für eine künstlerische Vielfalt gesorgt. Über die Jahrzehnte haben auch sehr viele Leute in der Gisi gewohnt oder konnten vorübergehend unterkommen. Die Gisi bedeutet günstigen kollektiven Wohnraum für viele, die wenig haben.
Es entstand eine Kultur mit einem kritischen Umgang gegenüber unterdrückerischen Mechanismen, Profitlogik und gesellschaftlichen Zwängen.
Damit schreiben wir nicht nur 28 Jahre Geschichte, sondern reihen uns ein in alle linken, emanzipatorischen Kämpfe der Vergangenheit und Zukunft.
Offensichtlich verfolgt die SKKG also ein anderes Ziel. Sie möchte aus Ihren schweizweit 2200 Wohnungen noch mehr Profit erwirtschaften. Deshalb wollen sie jetzt auch aus der Gisi für 5 Millionen Franken einen schicken, profitablen Yuppietempel machen.
Und die Stadt freuts: Denn die städtische Wohnpolitik ist ausschliesslich auf die Interessen der Reichen ausgerichtet, es herrscht Aufwertungswahn. Egal, ob in Töss, Hegi oder am Schützenweiher, überall sollen die Armen Platz machen (für Luxuswohnungen und Yuppie-Freiräume).
Doch wir werden die angedrohte Räumung der Gisi nicht einfach so hinnehmen. Machen wir der SKKG und der Stadt deutlich, dass wir die Gisi verteidigen. Denn die Gisi zu räumen, ist ein Angriff auf uns alle. Auf uns, die immer einen grösseren Teil unseres Lohns für die Miete ausgeben müssen. Auf uns, die keine zahlbaren Wohnungen mehr finden können.
Die Zerstörung von besetztem Wohn- und Kulturraum betrifft aber nicht nur die Bewohner:innen, sondern die ganze Stadt. Sind die selbstverwalteten Häuser einmal weg, steigen ringsherum die Mieten und die Vertreibung trifft die Nächsten.
Unser Kampf endet nicht mit der Gisi oder den anderen räumungsbedrohten Häuser und Wagenplätze. Er geht über jedes einzelne Haus hinaus. Wir kämpfen gegen die kapitalistische Stadtaufwertung, gegen die skrupellose Bereicherung einiger weniger auf Kosten jener, die sowieso wenig haben und sich die immer höheren Mieten nicht leisten können.
Gegen Aufwertung und Vertreibung – Wir bleiben alle!
Gegen die Räumung der Gisi und den Erhalt von günstigem Wohnraum überall rufen wir euch alle auf, am Sa. 20.12.2025 um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof Winterthur an die grosse, vielfältige „Gisi bleibt! Kein Profit mit Wohnraum“-Demo zu kommen. Bringt Eure Freund:innen, Nachbar:innen, Arbeitskolleg:innen mit. Denn: Nur eine kleine Minderheit profitiert von der Wohnungsnot. Wir sind mehr!
Leisten wir alle zusammen Widerstand gegen Vertreibung und Räumungen in allen Formen und Facetten, so vielseitig wie all die Menschen, die die Gisi in den letzten 28 Jahren bewohnt, belebt und besucht haben!
Und bitte unterschreibt die Campax-Petition, die für den Erhalt der Gisi ins Leben gerufen wurde!
Wer noch mehr Inspiration braucht:
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Kommt ans OAT am 19.12.2025:
Meldet euch auf Instagram via DM oder per E-Mail an oat-winterthur@immerda.ch um den Veranstaltungsort zu erfahren.
Infos zur Demo & Transpimalen gegen Gisi-Räumung & Wohnkrise!
🚩 SO 14.12. ab 12 Uhr im Post Squat in Zürich Transpi malen mit Input um 14 Uhr zur Geschichte & Infos zur Gisi-bleibt-Demo am 20. Dezember in Winti. Kommt vorbei, informiert euch und malt mit uns!
🚩 Heraus zur Gisi-bleibt-Demo am SA 20.12., 14:00h, Bahnhof Winterthur!
Am Montag um 20.00 Uhr tagt das Stadtparlament Winterthur im Rathaus an der Marktgasse 20.
Traktandiert ist u.a. die Überbauung/Luxussanierung Schützenweiher, mit der ca. 70 Menschen ihr zu Hause verlieren würden.
Betroffen von diesem Projekt ist der Wagenplatz Frostschutz und die Dauercampierenden auf dem Camping Rosenberg. Die jenischen Nachbarinnen würden zum Umzug gezwungen.
Teilen wir der Stadt unsere Wut mit und treffen wir uns, um gemeinsam an die Parlamentssitzung zu gehen.
Wir treffen uns am Montag, 30.6. um 19.30 Uhr bei der Oskar-Reinhard-Treppe beim Stadtgarten.
Falls sie nicht mit allen Traktanden durchkommen, werden wir ihnen am darauf folgenden Montag, 7.7. um 16.00 Uhr nochmals einen Besuch abstatten müssen!
Für den Einlass gibts keine Ausweispflicht.
Bringt eure Transpis mit!
Wir lassen uns nicht vertreiben, weder durch Kaspar Bopps überteuerte Glampinggelüste noch Bettina Stefaninis irrem Gentrifikationswahn! Für eine Stadt für alle!
Vor zwei Monaten flatterte tatsächlich eine Kündigung der Stefanini-Stiftung SKKG für den seit den 1990er-Jahren gemieteten Raum im EG der seit 1997 besetzten und selbstverwalteten Gisi, einem Wohnhaus & wichtigen Kulturraum in Winterthur.
Gegen diese Kündigung wehren wir uns mit allen erdenklichen Mitteln!
Die Gisi ist wichtig als günstiger, selbstverwalteter Wohn- & Kulturraum mitten in einer herausgeputzten und für die Reichen renovierten Stadt. Wir geben sie nicht her!
Darum kommt alle am Dienstag, 20. Mai 2025, 7:45 Uhr vor das Bezirksgericht Winterthur (Lindstr. 10). Dort findet eine so genannte Schlichtungsverhandlung statt, in dem über die Zukunft des Raumes entschieden werden soll.
Es ist für Frühstück, Reden, Transparente, Schilder & Kaffee etc. gesorgt.
Hier der Aufruf des Antikapitalistischen Bündnisses Winterthur. Wir freuen uns, Euch alle am kämpferischen und revolutionären 1. Mai um 10:30 Uhr auf dem Neumarkt und auf den Strassen zu treffen. Wir bleiben alle!
Wir lassen uns nicht spalten, Gemeinsam gegen Kapitalismus, Faschismus und Krieg!
Imperialismus, Völkermord, Kriegstreiberei, die Angriffe auf die Lebensumstände der arbeitenden Bevölkerung und die ansteigende Repression gegen jene, die sich dagegen wehren zeigen: Die Herrschenden lassen keine Gräueltat aus, um die arbeitende Bevölkerung weiter für Profite auszuquetschen.
Nützlich dabei sind altbekannte Feindbilder, die von ihren Machenschaften ablenken, sodass sie die Ausbeuterei unbehelligt für alle verschärfen können. Die durch die Medien und Politik forcierten Debatten zu Migration, Kriegstüchtigkeit, Waffenlieferungen und das permanente in die Mangel nehmen armer oder arbeitsloser Menschen schaffen diese Feindbilder. Um Klassenkämpfe zu verhindern, werden Arbeiter:innen dieser Welt gegeneinander aufgehetzt. Doch es ist an der Zeit sich zu vereinen, denn nur geeint haben wir die Chance die Welt zu verändern.
Wir lassen uns nicht spalten! Deshalb treffen wir uns gemeinsam am 1.Mai um 10:30 auf dem Neumarkt zum revolutionären 1. Mai!
Kommt auch alle am 5. Mai vor das Bezirksgericht Winterthur!
Gemeint sind wir alle!
Gemeinsam an den 1. Mai – gemeinsam vors Bezirksgericht!
Politischer Prozess am 5.5.2025, 8.15 Uhr, Bezirksgericht Winterthur
Nach der starken und kämpferischen 1. Mai-Demo 2024 in Winterthur verhaftete die Stadtpolizei willkürlich drei Genoss_innen. Einer der damals Verhafteten hat deswegen am 5. Mai 2025 einen Prozess vor dem Bezirksgericht Winterthur. Die Staatsanwaltschaft hat ihn mit den Politparagraphen Landfriedensbruch, Verstoss gegen das Vermummungsverbot und Hinderung einer Amtshandlung angeklagt. Mit brutalen Verhaftungen und hohen Geld- oder Haftstrafen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft uns spalten, einschüchtern und abschrecken. Mit ihrer Repression wollen sie uns davon abhalten, am 1. Mai unseren Kampf für eine revolutionäre Perspektive und unsere Wut über die herrschenden Zustände auf die Strasse zu tragen.
Wir lassen uns aber weder spalten oder einschüchtern noch abschrecken, sondern gehen dieses Jahr umso entschlossener an die Demo am 1. Mai und begleiten am 5. Mai unseren Genossen vor das Bezirksgericht. Denn die Inhalte und Parolen, die wir am 1. Mai 2024 auf die Strasse getragen haben – No war but classwar! – haben nichts an Aktualität verloren.
Wir sehen uns auf der Strasse und am 5. Mai vor Gericht!
Es wurden Reden gehalten, Essen verteilt, zusammen geredet, gegessen und getrunken. Es wurde dabei zur grossen Wohndemonstration vom Sa. 5. April (12:30 Uhr Steinberggasse, Winterthur, danach 14:00 Uhr Rathausbrücke Zürich) aufgerufen.
Es gab mehrere Info-Tafeln, die über die massiven Mietzinssteigerungen in den renovierten SKKG/Terresta-Wohnungen aufklärten. Auch wurde eine Wohnzimmer-Kunstinstallation installiert.
Denn wenn wir aus unseren Zuhause fliegen, sehen wir uns auf den Strassen wieder.
Die Redebeiträge informierten unter anderem über die akute Räumungsdrohung gegen die selbstverwalteten Häuser in dieser Stadt. Allen voran will die Stefanini-Stiftung SKKG das älteste besetze Haus, die General-Guisanstrasse 31, auch Gisi genannt, räumen und alle Bewohner:innen & die Kultur-Raum-Nutzer:innen auf die Strasse stellen. Das ist aber unser Haus und wir werden es nicht kampflos hergeben.
Die Redebeiträge riefen auch dazu auf, am 1. Mai in grosser Zahl auf die Strasse zu gehen. Denn nicht nur werden wir über die Lohnarbeit, die ständig angehobenen Mieten, Lebensmittel-, Energie- und Krankenkassenkosten ausgebeutet. Es ist auch in ganz Europa eine massive Kriegstreiberei auf unseren Rücken im Gange und die Faschist:innen gewinnen überall an Macht. Wir lassen uns durch ihre Angriffe und Vereinzelungsversuche nicht spalten und gehen dagegen Jahr für Jahr auf die Strasse. Alle am 1. Mai in den revolutionären Block des Antikapitalistischen Bündnisses.
Wir sehen uns am Samstag zur Wohndemo zuerst mit kurzer Kundgebung auf der Steinberggasse um 12:30 und nehmen dann alle zusammen den Zug an die Demo in Zürich. Denn egal wo wir wohnen, wir müssen uns gegen Vertreibung und die Wohnkrise organisieren, wenn wir die Stadt nur für Reiche verhindern wollen.